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Die
Geschichte der Highland
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Die Geschichte der Highland-Games in Europa
Seit
rund 2000 Jahren ist der Wettstreit in sportlichen
und musikalisch-kulturellen
Disziplinen mit eigens dafür ausgetragenen
Festspielen (Highland-Games) in ganz
Europa nachweisbar. Dies geht aus mündlichen und
historisch belegten
Überlieferungen, aber auch Sagen wie der
Siegfried-Sage, vergleichbaren
nordischen und keltischen Geschichten hervor.
Zu diesen Wettstreiten trat Clan gegen Clan im
Mannschafts-
und Einzelwettbewerb an. Neben Ruhm und Ehre gab es
für die Sieger die
Möglichkeit, in die Dienste eines einflussreichen
Clanchiefs, Salzfürsten oder
Königs aufgenommen zu werden. Diesen wiederum war es
wichtig, ihre Mannen
in Friedenszeiten bei Kraft und Ausdauer zu halten
und besonders erfolgreiche
Clans an sich zu binden. Durch die sich
herausbildenden feudalen Verhältnisse
des Frühmittelalters, die dem Clansystem völlig
fremd waren, gingen die alten
sozialen Strukturen mit den dazugehörigen
Festspielen in den meisten Teilen
Europas verloren. Nur im schottischen
Hochland konnte das keltische Clansystem
mit seinen Eigenheiten
bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter bestehen.
Durch den schottischen
Nationalgeist haben sich gerade diese Festspiele bis
heute
erhalten. Aus einem
dieser letzten keltischen Rückzugsgebiete ziehen
allerorts
in Europa interessierte
Vereine und Bruderschaften Rückschlüsse für
traditionelle
Feste unserer Ahnen, um
diese in ihren Heimatstätten neu zu beleben.
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Geschichte der Highland-Games in Schottland
Text weitestgehends von
Peter Sahla aus Bruckmanns Länderporträts
Schottland)
Es ist leicht, der tragischen Geschichte Schottlands
zu verfallen und sich allein damit
zu beschäftigen. Aber
damit täte man dem Land Unrecht. Denn
selbstverständlich
gibt es auch das andere
Schottland: das Schottland des geselligen
Beisammenseins,
auch bei
nicht-gälischsprechenden Schotten als Ceilidh
(sprich Kehlieh) bekannt.
Oder das Schottland der Highland Games, wo Männer in
Kilt und weißem Unterhemd
Kraftakte vollführen.
Wenn sie zum Beispiel versuchen, einen Baumstamm so
weit
wie möglich zu werfen.
»Tossing the caber«, nennt sich das. Manchmal
schmeißen
die Hünen aber auch
bloß einen Stein, was dann heißt »putting the stone«.
Oder es gilt, beim »throwing
the weight over barr« ein Eisengewicht rücklings
über
eine Stange zu
befördern, so dass es nur um Haaresbreite den
Hinterkopf verfehlt.
Das sind im ausgehenden 20. Jahrhundert Erinnerungen
an die Zeiten der Armut,
die dieses Volk immer
begleitet haben.
Denn bei den Highland Games kommen schließlich
»Sportgeräte« zum Einsatz, die
schon immer allein die
Natur bot. Bis zu zehn Kilo wiegen Stein und
Eisengewicht,
bis zu 54 Kilo der
Baumstamm, bei einer Länge von 5,80 Meter. Wuchtig
sind die
Männer, die derlei
Geräte werfen, wuchtig und grobschlächtig.
Aber dann sieht man sie auch grazil in
Ballettschuhen den »seann truibhas«
tanzen oder den »ghillie
calum«, auch Schwerttanz genannt. Die Arme hoch in
die Luft gehalten,
leichtfüßig wie die jungen Mädchen, die diese Tänze
bereits
den Tag über am Rand
des Sportfeldes getanzt haben.
Der Höhepunkt einer jeden Veranstaltung ist der
Aufmarsch der
»Massed Pipes and Drums«,
der Dudelsack-Kapellen. Nicht selten handelt es
sich dabei um nichts
anderes als ohrenbetäubenden Lärm, der nur bei ganz
genauem Hinhören
irgendwelche subtilen Klang-Unterschiede erkennen
läßt.
Nirgendwo ist dieser Aufmarsch größer als bei den
Cowal Highland Games von
Dunoon, wo am Ende des
Tages über 150 Kapellen mit mehr als
1000 Dudelsackspielern
aus aller Welt zusammenkommen.
Der Ursprung der Highland Games ist unklar. Manche
Quellen aber lassen
darauf schließen, daß
die ersten Braemar Games im 11. Jahrhundert von
König Malcolm Canmore
organisiert wurden, um die besten Kuriere im Land
zu ermitteln.
Geschwindigkeit in der Nachrichtenübermittlung war
schon
damals von größter
Wichtigkeit. Der Ursprung liegt wohl in den alten
keltischen
Traditionen aus der
Zeit der Keltischen Könige in Schottland. Sie waren
Bestandteil der Treffen
("Gatherings") schottischer Clans in den Highlands
und wurden wohl
ausgetragen, um die stärksten, schnellsten und
geschicktesten Männer
Schöttlands zu finden. Nach der Überlieferung gehen
die Games auf die
kriegerische Vergangenheit zwischen England und
Schottland
zurück, wonach die
Spiele zur Auswahl der kräftigsten Krieger und der
schnellsten
Boten dienten. Den
Schotten war es durch die englischen
Besatzungstruppen
untersagt, Waffen zu
tragen. Um dennoch für den Kampf zu trainieren,
wurden
Wettkämpfe
veranstaltet, bei denen statt Waffen
Alltagsgegenstände verwendet
wurden. So fanden
Baumstämme, Steine, Fässer oder Heugabeln (Forken),
mit
denen ein mit Stroh
gefüllter Sack möglichst weit oder hoch über ein
Hinderniss
geworfen wurde,
Verwendung.
Und die Braemar Games sind auch heute noch
wichtigsten die Spiele im
gesellschaftlichen
Kalender Schottlands. Das Ereignis heißt deshalb
auch
» The Gathering of the
Braemar Royal Highland Society«, dann nämlich
erscheint
geschlossen die
Königliche Familie, die jedes Jahr nicht weit von
hier auf Schloß
Balmoral ihre
Sommerferien verbringt. Allerdings muß man
inzwischen eher sagen
»erschien«, denn bei
den letzten Spielen fehlten immer wieder einige
Mitglieder,
bis bestimmte
»Eingeheiratete« ganz und gar aus dem königlichen
Umfeld
verschwanden. Wer noch
dazu gehört, sitzt zusammen mit der Königin im
Royal Pavilion, die Prinzen Philipp und Charles in
Kilt und Sporran gekleidet.
weiterführender
Wikipedia Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Highland_Games |
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